Daniels Levada-Verzeichnis
Levada dos Tornos Nord
Archivierte Dokumentation — keine aktuelle Wanderempfehlung. Quelldatei auf danishome.ch zuletzt geändert: 25.06.2025
Gegend
Lombo do Urzal, Tal der Ribeira Grande, Faja da Nogueira/Nordosten
Länge
21,9 Km.
Bauzeit
1966
Madrei
Nebenfluss der Ribeira do Porco N 32°46.500 W 16°59.250 ca. 685 M.ü.M.
Verlauf
Der nördliche Ast der Levada dos Tornos kann in 5 Abschnitte unterteilt werden:
Abschnitt 1: Von der Madre bis zur Kreuzung mit dem PR-2 oberhalb Lombo do Urzal werden zuerst alle 4 Seitenäste und am Schluss der Hauptast der Ribeira do Porco passiert, und dort wird auch Wasser in die Levada geleitet. Zwischen der Passage des 3. und 4. Nebenastes zweigt ein Weg nach unten ab, der zur Madre der Levada dos Louros führt. Wilde, unberührte Gegend mit Geocache.
Abschnitt 2: Vom PR-2 zuerst über einen Nebenast der Ribeira do Porco, zunehmend etwas ausgesetzt, aber ungefährlich bis zur Passage eines Nebenbaches der Ribeira do Joao Fernandes. Hier gibt es eine kleine zuführende Levada zu bewundern, die in den Fels gehauen ist. Bei der nächsten Passage eines Lombos tolle Aussicht auf Lombo do Urzal und das Ende eines Fios. Die Levada wendet sich jetzt tief ins Tal der Ribeira do Joao Fernandes. Im Talgrund steht eine massive Bachverbauung, die zwischen 2012 und 2015 nochmals erheblich erweitert wurde.
Man kann das Niveau der Levada über eine Treppe verlassen und 10 Meter höher die Fassung, die Reinigungsanlage, die ersten oberirdischen Meter und den Eingang zum Stollen der Trinkwasserleitung sehen, der direkt zum Levadahaus oberhalb von Faja do Penedo geht.
Die Levada windet sich nun unzählige Male über Lombos und Bachpassagen, zuerst über Nebenäste und den Hauptast des Corrego Caldeira. Hier gibt es eine kleine Nebenlevada, die über eine kleine Treppe weit in ein kleines Nebental verfolgt werden kann. Nach dem nächsten grossen Lombo ist der Hang mit der ganzen Levada abgerutscht. Alles wurde perfekt instand gestellt mit einem geflochtenen Zaun. Dank des Erdrutsches ist hier der Blick frei auf das untere Urzal-Tal und den Weiterverlauf der Levada. Dann Passage der Ribeira do Fojo und weiter in einem spektakulären Abschnitt, der aus dem Fels gehauen wurde und immer wieder tolle Ausblicke auf das ganze Urzaltal zulässt. Hier auch ein Geocache, den wir allerdings nicht gefunden haben.
Darauf wendet sich die Levada nach Osten, das Gelände wird offener, von rechts trifft der Weg vom Chamine/Pico Canario auf die Levada und man passiert das Ende des Trinkwasserstollens, der nach einer steilen Rohrpassage in ein kleines Haus mündet (ich vermute, hier wird zusätzlich ein kleiner Stromgenerator betrieben). Man kommt zum Levadahaus, das an privilegierter Lage einen wunderbaren Blick aufs Meer bietet. Die Levada fliesst in eine Reinigungsanlage mit Laubrechen, auch hier ein Geocache, dann über eine Brücke, parallel dazu das Trinkwasserrohr, zum Eingang des ersten Tunnels (2.3 Km) zur Ribeira Grande, der komfortabel zu gehen ist, zum Teil mit Geländer und einem Geocache am Ort, wo sich die Tunnelarbeiter beim Bau in der Mitte getroffen haben.
Abschnitt 3: Kurzes Levadastück in der Ribeira Grande (grosse Bachverbauung), Technik und menschliches Wirken in einer wilden Gegend. Hierhin kommen 3 Wege, die aber allesamt nur für trittsichere Wanderer geeignet sind:
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Weg von der Levada do Rei entlang der ursprünglichen Piste, auf der die Arbeiter zur Tunnelbaustelle gelangt sind. Die Schotterpiste war ursprünglich Jeep-tauglich, in der Zwischenzeit aber teilweise abgerutscht und als grösstes Hindernis unterwegs ein gigantisches Brombeerfeld, das zu durchqueren extrem schmerzhaft und zeitaufwendig ist. Die ersten 700 Meter stellen auch den Zugang zur Fassungstelle eines Wasserfalles im nächsten westlichen Seitental (unterirdisches Rohr). Der Weg hierhin ist auf den letzten Metern sehr ausgesetzt und rutschig. Vorsicht!
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Aufstieg 1 zur Levada do Caldeirao Verde und Vale da Lapa über schmalen Pfad mit einer etwas heiklen Bachpassage
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Aufstieg 2 zum Beginn der Levada do Caldeirao Verde über schmalen Pfad entlang und durch das Schotterbett der Ribeira Grande und deren Seitenast (schlecht markiert!)
Nach der Bachverbauung folgt der Tunnel zur Ribeira Seca (4.5 Km), der verschlossen und nur mit Boot zu passieren ist.
Abschnitt 4: Kurzes Levadastück in der Ribeira Seca mit einer massiven Bachverbauung, einer zuführenden Levada und einem Geocache, dann folgt der Tunnel zur Faja da Nogueira (0.9 Km)
Abschnitt 5: Das Wasser fliesst in das grosse Becken unterhalb des Kraftwerks Faja da Nogueira. Unterirdische Weiterleitung unter/neben der Schotterpiste bis zur Ribeira das Lajes/do Juncal, kurze oberirdische Passage. Ab hier Tunnel bis ins Tal der Ribeira Santa Luzia (5.5 Km) zum alten Wasserhaus, heute Centro Tematico da Agua, dort dann weiter als Levada dos Tornos Süd
Ende
Altes Wasserhaus, heute Centro Tematico da Agua im Tal der Ribeira Santa Luzia ca. 600 M.ü.M.
Funktion und Nutzung
Wasserzufuhr für Funchal und Weiterleitung in der Levada dos Tornos Süd für die Wasserversorgung der Ostküste bis Santa Cruz. Teil der Trinkwasserversorgung (Tornos System) von Funchal

Zugang
Abschnitt 1:
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Von Lombo do Urzal Richtung Curral das Freiras über den PR-2, bis die Levada gekreuzt wird, dann entgegen der Fliessrichtung zur Madre, in Fliessrichtung Richtung Faja do Penedo.
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Aufstieg von der Madre der Levada dos Louros
Abschnitt 2:
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Abstieg über den Weg vom Chamine/Pico Canario kurz vor dem Levadahaus
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Über das Levadahaus oberhalb von Faja do Penedo: Von der ER-101 nach Faja do Penedo und Lamaceiros, hier parkieren, auf Schotterpiste zum Levadahaus
Abschnitt 3:
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Von der Levada do Rei kurz vor der Madre in östlicher Richtung (Bericht von den Amigos da Natureza)
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Abstieg vom Wanderweg PR 1.1 von Ilha auf den Pico Ruivo bzw. von der Levada do Caldeirao Verde (Bericht von den Amigos da Natureza)
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Abstieg von der Levada do Caldeirao Verde etwas südlicher vor dem Aufstieg zum Pico Ruivo-Tunnel (teilweise von den Caminheiros do Barrete de Orelhas und den Amigos da Natureza begangen.
Abschnitt 4:
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Tunnel von der Schotterpiste zum Kraftwerk Faja da Nogueira (gegenüber der Einfahrt zum Kraftwerk)
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Unbestätigter Abstieg von der Levadinha Joao de Deus
Abschnitt 5:
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Über die Schotterpiste von der ER-103 zur Faja da Nogueira.
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Das Ende beim Centro Tematico da Agua kann über den südlichen Teil der Levada dos Tornos erreicht werden.
Zustand
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Abschnitt 1: Einfach bis mittelschwer, ein paar etwas ausgesetzte Stellen. Die Levada wird immer wieder gut instand gehalten.
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Abschnitt 2: mittelschwer, der Weg ist intakt, aber es existieren keine Geländer. Der Weg ist teilweise stark ausgesetzt und hat bis Faja do Penedo keine Tunnels. Der Paja do Penedo-Chao das Faias-Tunnel ist gut begehbar und relativ breit
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Abschnitt 3: Das kurze Levadastück ist massiv gemauert und gegen Hochwasser und Erdrutsche geschützt. Etwas windige Passagen, aber sehr eindrücklich! Der Chao das Faias-Ribeira Seca-Tunnel ist verschlossen, passierbar nur mit einem Kahn ohne Fussweg!
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Abschnitt 4: Kurze, betonierte Passage in wunderschöner Umgebung, zufliessende Levada aus der Ribeira Seca, der Ribeira Seca-Faja da Nogueira-Tunnel ist gut begehbar!
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Abschnitt 5: Levada ist nicht sichtbar. Der Faja da Nogueira-Ribeira de Santa Luzia-Tunnels ist nicht zugänglich. Vom Personal mit einem amphibischen Fahrzeug befahrbar.
Historisches
Die Levada dos Tornos wurde in der zweiten Phase des Levadaplanes der Comissão Administrativa dos Aproveitamentos Hidráulicos da Madeira erbaut, im September 1966 eingeweiht und versorgt seither mit konstant hohem Wasserfluss die Gebiete östlich von Funchal. Der nördliche Ast ist eigentlich nur der Zufluss zur Südseite, wo der südliche Ast Trinkwasserversorgung und Bewässerung sicherstellt.
Bemerkungen
Der Weg von Lombo do Urzal nach Faja do Penedo kann mit dem Abstieg nach dem Levadahaus in Faja do Penedo nach Lamaceiros und dem Rückweg über die Levada das Faias zu einer ca. 6 stündigen Rundtour verbunden werden, der Rückweg weist allerdings gegen Ende hin ein paar Tücken auf (siehe Wanderung 2015 oder ohne die Madre der Tornos Wanderung 2012)
Die Zustiege nach Chao das Faias sind zum Teil sehr gefährlich. Abhängig davon, ob die Wege vor kurzem von einer Wandergruppe mit schwerem Werkzeug freigemacht wurden, sind sie häufig nicht passierbar (Erdrutsche, Brombeerfelder). Das gilt auch für den Abstieg von der Levadinha Joao de Deus.
