Madeira Unlocked

Daniels Levada-Verzeichnis

Levada do Plaino Velho

Auch bekannt als Levada do Inferno, Levada do Plana Velha, Levada da Ribeira do Inferno, Levada Velha do Caramujo

Archivierte Dokumentation — keine aktuelle Wanderempfehlung. Quelldatei auf danishome.ch zuletzt geändert: 30.01.2023

Gegend

Südlich Levada do Norte Nord /Nordwesten

Länge

6 km

Baujahr

1910

Madrei

Östlich Ruivo do Paul N 32°46.600 W 17°05.250 ca. 1260 M.ü.M. im westlichen Ast der Ribeira do Inferno

Verlauf

Die Levada do Plaino Velho kann in 3 Abschnitte unterteilt werden:

Abschnitt 1: Von Madre nach ein paar Metern durch einen grasbehangenes Tunnel (sehr feucht), beim Ausgang etwas ausgesetzt und nass, dann aussichtsreich bis zur ersten Biegung: Blick auf den riesigen Wasserfall unterhalb der Madre und den oberirdischen Abschnitt der Levada do Norte Nord. Kurzer Tunnel, danach trifft der Weg von der Levada do Norte Nord auf die Levada. 4 kürzere Tunnels bis zur Bachpassage des östlichen Astes der Ribeira do Inferno. Dann toller Galerietunnel und weiterer Tunnel bis zur Stelle, wo der Abstiegsweg vom Pico Ruivo da Serra (nach ein paar Metern Treppenweg rechts) und der Aufstieg von der Levada do Norte Nord und der Levada da Faja do Rodrigues (nach weiteren 50 Metern links talwärts) hinzukommen. Kurzer Tunnel, längerer tunnelfreier Abschnitt mit Passage von 2 Seitenästen der Ribeira do Passo, kurzer Tunnel und Passage des Hauptastes der Ribeira do Passo, toller Abschnitt mit Wasserhöhle rechts, und den typischen Stellen, wo die talseitige Wand noch steht. Bachpassage des westlichen Seitenastes, der in die Schluchtpassage der Levada da Faja do Rodrigues mündet, ziemlich verwachsener längerer Tunnel mit Schlammuntergrund und Passage des östlichen Astes des vorher erwähnten Baches, Doppeltunnel und dann tunnelfrei mit 3 Passagen der Seitenäste des Baches, der in die grosse Bachverbauung der Levada da Faja do Rodrigues mündet, bis zur Schotterpiste von Ginjas nach Estanquinhos.

Abschnitt 2: Dieser Teil entspricht einem Teilstück des PR-17:

Von der Schotterpiste über 2 kleine Bachpassagen der Ribeira Seca zu einem kurzen Tunnel, Überquerung eines grösseren Seitenastes der Ribeira Seca, kurzer Tunnel, weiter durch die erwähnten schluchtartigen Stellen, dann aber auch aussichtsreich mit Blick auf Sao Vicente und Umgebung, mit Überquerung von 5 Seitenästen der Ribeira Seca, zu einem kurzen Tunnel, danach bis zum Treppenweg des aktuellen Verlaufes des PR-17. Dieser Weg zweigt nordwärts zum Aussichtpunkt Amazonia ab.

Aussichtpunkt Amazonia

Abschnitt 3: Der erste Teil ist vom PR-17 aus einsehbar. Ein zugewachsener, aber ursprünglich mal grosszügig freigehauener Teil, der auch auf den Satellitenaufnahmen ersichtlich ist. Es gibt dort auch deutliche Spuren Richtung Bacheinschnitt. Auf alten Aufnahmen von Google Earth gehen sie weiter bis ins nächste Bachbett (oberhalb des Wasserfalles, den man von der Levada do Norte Nord aus sieht. Etwas nördlich davon sieht man ebenfalls einen mehr oder weniger parallel verlaufender Pfad, allenfalls mit Verbindung zum Treppenweg des PR-17. Dieser mündet etwas tiefer in den Bacheinschnitt westlich.

Wasserfalles

Ende

Unklar, vermutlich vermutlich früher Speisung des Wasserfalles zwischen dem 2. und dem 3. Tunnel gegen die Fliessrichtung der Levada do Norte Nord ca. 1200 M.ü.M.

Funktion und Nutzung

Die Levada do Plaino Velho wurde 1908 oder 1910 mit dem Ziel fertiggestellt, das ungenutzte Wasser aus der Ribeira do Inferno ins Tal von Sao Vicente zu bringen. Sie ersetzte die auf die Nordseite umgeleitete Levada do Monte Medonho (heute Levada da Serra). Das Bauprinzip war, oberhalb des Lombos, der das Tal der Ribeira do Inferno und der Ribeira do Passo trennt (Verbindung zum Espigao de Sao Vicente), zu bleiben. Vermutlich war der Bau von langen Tunnels in dieser Zeit noch nicht möglich! Darum ist sie auch so hoch gelegen. Das Wasser wurde ins oberste westliche Seitental der Ribeira da Vargem geführt, vermutlich, um die Verteilung am besten kontrollieren zu können.

1952 wurde als Ersatz die Levada da Faja do Rodrigues gebaut und die Levada do Plaino Velho ausser Betrieb gestellt. Es handelt sich also nicht, wie ich zuerst vermutet habe, um eine Art 'Ur-Norte', sondern um eine 'Ur-Faja do Rodrigues'!

Zugang

Abschnitt 1:

  • Abstieg von der Paul da Serra westlich des Pico Ruivo do Paul, alter Weg, teils ungepflegt, mit Baumritzen (vgl. Wanderung 2015, Wanderung 2017 oder Amigos da Natureza). Nicht ganz ungefährlich!

  • Abstieg von der Paul da Serra östlich des Pico Ruivo do Paul, dieser Tafel auf diesem Weg recht gut gepflegter Weg, im oberen Bereich je nach Begehungen mit Stechginster gespickt! (vgl. Wanderung 2015 oder Wanderung 2014).

dieser Tafel

diesem Weg

Abschnitt 2:

  • Zugang von der Schotterpiste und auf dem PR-17, vorbei am Aussichtspunkt Amazonia

Aussichtspunkt Amazonia

rechts eine Treppe runter

Abschnitt 3: Von Amazonia oder dem Ende von Abschnitt 2. Kurz vor dem Ende führt die Vereda das Paredes mit ein paar Kletterstellen, aber mit Ketten gesichert hoch zum PR17 (Wanderung 2022).

Zustand

Abschnitt 1: Mittelschwer, zum Teil etwas ausgesetzt gegen die Madre hin, der letzte Tunnel vor der Madre ist nicht ganz einfach zu erreichen (Nässe). Tunnels in gutem Zustand, zum Teil etwas matschig, Weg je nach Begehungen vorher in recht gutem Zustand.

Abschnitt 2: Gut gepflegt auf dem PR-17

Abschnitt 3: Zugewachsen und verfallen, ausgesetzt und vermutlich sehr gefährlich

Historisches

Die Levada do Plaino Velho wurde 1910 als Kompensation für die umgeleitete Levada do Monte Medonho (heute Levada da Serra) gebaut. Es flossen 20 Liter Wasser pro Sekunde.

In den Jahren, in denen die Levada Wasser führte, war sie auch Ziel von Reisenden, die von Ribeira Brava aus über die Levada do Lombo do Mouro, Levada do Monte Medonho (heute Levada da Serra), Bica da Cana, Levada do Plaino Velho und dann weiter zum Rabacal-Gebiet und schliesslich nach Calheta reisten.

Bemerkungen

Stillgelegte Levada, aufwendig gebaut! Insgesamt gibt es 15 Tunnels, die allesamt relativ kurz und in sehr gutem Zustand sind. Die Wanderung hier ist ein Eldorado für Tunnelratten, Levadafreaks und Liebhaber von wilden Landschaften. Daneben unzählige, "nach oben offene" Tunnels, d.h. Stellen, wo die Levada zwar offen ist, aber beim Herausschlagen des Levadabettes die talseitige Wand stehengelassen wurde.

GPS / KMZ

Berichte

Karte

Fotos

Abschnitt 1

Abschnitt 1

Abschnitt 1

Abschnitt 1

Abschnitt 2

Abschnitt 3